Alfred Kosing gehörte zu herausragenden Philosophen der DDR. Sein Name stand auf den wichtigsten Publikationen, und manche populäre Abhandlung erreichte mehr als ein Dutzend Auflagen. Trotzdem erhielt er nie einen Orden der Obrigkeit: Er lehnte sie ab. 1983 wurde Kosing auf dem Weltkongress der Philosophen zum Vizeprädenten der Förderation Internationale des Societees de Philosophie (FISP) gewählt. Damit wurde nicht nur der bekennende Marxist Kosing gew¿rdigt - es war auch eine offene Anerkennung der DDR-Leistungen auf diesem Felde. Am Ende seines achten Lebensjahrzehnts zieht Alfred Kosing selbstkritisch Bilanz. Er ist der erste namhafte DDR-Philosoph, der dies öffentlich tut. Aber nicht nur deshalb sind diese Memoiren einzigartig. Sie sind ein Lehrstück dafür, wie historische Erfahrungen, auch negative, im dialektischen Sinne aufgehoben und produktiv gemacht werden können. 25,90 EUR
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Wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist, beginnt man Rückschau zu halten. Da ist vieles, was sich in der Erinnerung verhakt hat. Einzelne Momente, Splitter vom Baum des Lebens.
Helga Bornstädt, die Journalistin aus Potsdam, hat vieles gesehen, manches erlebt, einiges damals in der Zeitung preisgegeben. Doch nun beginnt sie einzelne Begebenheiten zu reflektieren.
Wie ein Puzzle fügen sich Geschichten zu einem Ganzen. Das Bild heißt LEBEN. Der leicht melancholische Grundton rührt an, die Beobachtungen berühren: Sie decken sich mit Erfahrungen, die jeder machte.
Eine Autobiographie, die vor der Zeit endet, mag man meinen. Haberland, Sohn eines Kommunisten aus dem Ruhrpott, selbst Kommunist und als solcher 1948 zum Studieren in den Osten gegangen, macht dort Karriere. Als er Ende der 60er Jahre, Dozent für Politische Ökonomie in Berlin inzwischen, mit Parteiauftrag wieder in den Westen gehen soll, um im Apparat der DKP sich mit Gewerkschaftsfragen zu beschäftigen, sagt er »Nein«.
Danach verliert Haberland in seinen Memoiren kaum noch Worte über sein Leben.
Umso detaillierter aber seine Erinnerungen an Kindheit und Jugend in Essen, an das Leben der einfachen Leute, die sich damals wie heute durchschlugen und auf ihre Art widerstanden. Haberlands Autobiographie erlaubt einen sehr individuellen Blick auf den Gang der deutschen Geschichte im letzten Jahrhundert. Seine Mitteilungen sind gleichermaßen erhellend wie berührend. 19,90 EUR
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Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands ist die älteste Partei in diesem Lande. Sie war stets ein machtpolitischer Faktor, egal, ob sie opponierte oder regierte. Sie machte Geschichte. In der Zeit zwischen dem Beginn des Ersten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Weichen für Entwicklungen gestellt, deren Folgen wir heute zu tragen haben.
Heinz Niemann legt hier eine geschlossene Darstellung des wohl
wichtigsten Abschnittes der SPD-Geschichte vor. Der Historiker macht auch deutlich, warum die einstige Arbeiter- und Volkspartei trotz beachtlicher Reformanstrengungen in der Ära Willy Brandts bei der »Bändigung der Macht der Großwirtschaft« scheitern mußte. Und: »Alle angeblich überwundenen Klassenwidersprüche der alten kapitalistischen Gesellschaft kehren zurück«, konstatiert Niemann, »manche sicher geglaubte Errungenschaft ist gefährdet«. Die Analyse der in der Geschichte wurzelnden Ursachen für diese Entwicklung kann helfen, richtige Schlüsse zu ziehen.
»Vor diesem historischen Hintergrund sind wir Zeuge des schwierigen Neuformierungsprozesses einer sozialistischen Linken in Deutschland, eines Sprosses, der sich auf das ganze Erbe der Arbeiterbewegung stützen muß«, schreibt der Autor in seinem Epilog und artikuliert damit nicht nur seine Hoffnung auf eine Emanzipation des Bewußtseins und einer Bewegung für eine andere Politik. 39,90 EUR
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